Der Survivorship Bias verführt zu falschen Schlüssen. Er lenkt den Blick auf die Erfolgreichen und blendet die Gescheiterten aus.
Berühmt wurde das Problem im Zweiten Weltkrieg. Untersucht wurden die Einschusslöcher an Bombern, die zurückkehrten. Der Statistiker Abraham Wald erkannte jedoch: Entscheidend sind nicht die sichtbaren Treffer, sondern die Stellen an Flugzeugen, die gar nicht mehr heimkamen.
Der Fehler begegnet heute überall. Im Business dienen oft nur die Sieger als Vorbild. Dann entstehen Geschichten über Gründer, Investoren oder Manager, die ein hohes Risiko eingingen und gewannen. Unsichtbar bleiben die vielen, die dasselbe taten und scheiterten.
Die Lehre ist einfach: Gute Urteile brauchen nicht nur die sichtbaren Erfolge. Sie brauchen auch den Blick auf das, was fehlt. Wer nur die Überlebenden studiert, versteht den Erfolg nicht – sondern verwechselt Ausnahme mit Regel.
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